26 März 2013

- Teil 4 -

Der 4. und letzte Teil vom großen Prakitkumspost.

Ich habe es nach 8 Arbeitsstunden (6 am Montag und die ersten 2 am Dienstag) geschafft die Leute von mir zu überzeugen und mir das FSJ zu sichern! Ich bin ab August offiziell ein FSJ'ler. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht und hab mich riesig gefreut.

Ich hätte es nicht besser treffen können. Ich weiß jetzt, dass ich in den letzten 3 oder 4 Jahren nichts gefunden habe, weil ich mal genau da landen sollte wo ich jetzt bin. Schicksal. Und so hatten die ganzen Probleme und das Nichtstun und Nicht-weiterwissen doch seinen Sinn. Ich sollte dort landen, weil ich genau dort richtig bin.

Ich bin ein sehr, sehr sensibler Mensch und hab sonst noch so die ein oder anderen Problemchen, mit denen nur wenige Arbeitgeber zurechtkommen. Da diese Dinge aber zu meiner Persönlichkeit gehören, kann ich sie nicht 100%ig ändern oder abschaffen.

Die Menschen mit denen ich jetzt zusammenarbeite sind der pure Wahnsinn. Noch nie hab ich so viel Verständnis und Rücksicht erlebt. Es herrscht vom 400 Euro Jobber bis zur Chefetage ein riesengroßer Zusammenhalt, es ist eine kleine Familie, jeder hilft jedem und keiner wird alleingelassen. Es ist einer dieser Arbeitsplätze, die man selbst nach Feierabend nur ungern verlässt. Einer, bei denen man sich nicht unbedingt auf's Wochenende freut, da einem die Menschen um einen herum fehlen werden und man sich langweilen wird. Ich kannte diese Leute gerade mal ein paar Stunden und konnte schon mit ihnen über alles mögliche sprechen, ich kann ihnen alles anvertrauen und mir immer Hilfe suchen, wenn ich welche brauche, egal ob es dabei um den Betrieb oder um Persönliches geht. Ich kann immer offen und ehrlich sein und muss vor meinen Kollegen nichts verstecken. Man passt aufeinander auf.

Natürlich wollte ich mich in der ersten Woche von meiner besten Seite zeigen. Alles durchziehen, nicht schwächeln, mich richtig reinhängen. Wenn ich eine etwas länger dauernde Aufgabe hatte und mir zwischendrin dachte "Nur kurz einen Schluck trinken und dann direkt weitermachen" kam ich in die Küche, nahm mir mein Getränk und wollte dann eigentlich direkt wieder los. Was ich hörte war "Setz dich erstmal 5 Minuten hin und mach mal Pause." Da ist nichts mit hauptsache die Sachen sind schnell erledigt. Da ist es, hauptsache mir geht es noch gut dabei. Natürlich mache ich in der Woche alles was mir gesagt wird, aber was man mir direkt sagte/beibrachte "Du musst lernen Nein zu sagen.". Ich kann sagen, wenn ich was nicht schaffe, oder wenn es mich überfordert. Es gibt viele andere Arbeitgeber die das nicht mitmachen würden. Meine jetzige Chefin hatte 2 Bandscheibenvorfälle und achtet schon jetzt bei mir darauf, dass ich am besten keine schweren Sachen hebe. Als ich diese Woche etwas hochhob, was schwerer war, aber für mich kein großes Problem darstellte, sagte sie, ich solle vorsichtig sein. Ich antwortete noch scherzhaft mit "Fitnessstudio inklusive" und sie sagte "Das nächste mal machen wir das zusammen". Wie gesagt, es ist für mich wirklich kein Problem das ab und an mal zu heben, aber sie macht sich Sorgen. Es sind solche Kleinigkeiten, die so viel zählen.

Ich bin definitv verliebt in den Laden. Außerdem duzen sich dort alle, direkt von Anfang an. Das schafft noch mehr Gemeinschaftsgefühl. Ich bin einfach überglücklich dort gelandet zu sein und freue mich schon auf den nächsten Arbeitstag.

Wenn es einem Spaß macht und man sich wohlfühlt, fällt das Aufstehen gleich viel leichter und man hat immer so eine kleine Vorfreude auf den Tag in sich sitzen.
:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

2 Kommentare:

  1. Freut mich das du das FSJ bekommen hast und dich auch wohl füllst.Das ist wirklich wichtig.
    LG

    AntwortenLöschen

 
design by copypastelove and shaybay designs.